Eigenständig, einfach, informativ

Bis jetzt haben wir unsere Geschichten und Bilder auf Social Media oder im Blog geteilt. Aber eines Tages, nach einer kleinen, aber höchst erleuchtenden Diskussion mit einem digitalen Assistenten über die allgegenwärtige Mode der gigantischen Hero-Bilder, dachten wir: „Moment mal! Wir brauchen eine eigene Seite. Eine, die informiert, Bilder-Buch-artig erzählt, und dabei weder schreit noch den Server in Brand setzt.“

Und so begannen wir, uns vor unseren Monitor zu setzen – der Bildschirm zeigte nichts als roheste, ehrliche Codezeilen. Nur HTML. <navigation> hier, <article> dort, ein winziges bisschen CSS, ein Hauch ECMAScript, gezielt eingesetztes PHP. Keine WordPress-Armeen, kein Laravel-Schild, keine Symfony-Rüstungen, kein React-Katapults, Angular-Flugmaschinen, Vue-Zaubertränke, jQuery-Sirenen, CakePHP-Küchengeräte, CodeIgniter-Raketen, Backbone-Bumerangs, Ember-Feuerbälle oder Svelte-Tanzbretter – all diese klingenden Namen, die normalerweise wie ein Orchester aus 37 Trommeln und 12 Posaunen unsere Tastatur übertönen würden.

Gregor, vor dem Monitor sitzend.
Seit dem 12.02.26 entwickeln wir unsere Webseite.
Stattdessen herrscht hier Ruhe. Linear, klar, charmant: ein Textblock, ein Bildblock, ein <article> wie eine kleine Insel der Übersichtlichkeit. Fehler sind erlaubt, Unschärfe willkommen – wie ein kleiner Pinselstrich in einem großen Gemälde.

Auf dem Foto sieht man Gregor vor dem Monitor sitzen, Hände leicht über der Tastatur, Gesicht entspannt, Blick konzentriert. Kein Held im digitalen Krieg, kein Ritter mit Schwert aus Framework-Magie. Nur ein Mensch, der bewusst entscheidet: Wir vertrauen unserer <navigation> und unserem <article> mehr als allen Datenbank-Monstern dieser Welt.

Und so entstand seit dem 12.02.26 unsere Seite: ein kleiner, geheimer Raum im Netz, wo Bilder und Informationen freundlich zusammenfinden. Ganz ohne OOP-Ork, ohne Autoloader-Zauberei, ohne Docker-Drachen – nur mit einem Augenzwinkern, einem Hauch technischer Magie und genug Humor, um die großen Framework-Armeen ein bisschen eifersüchtig zu machen.

Nachtrag 27.03.2026
Natürlich lief nicht von Anfang an alles so geschmeidig, wie unsere kleinen <article>-Inseln es vielleicht vermuten lassen.

Eine Zeit lang war unsere Seite nämlich so etwas wie ein stiller Geheimtipp – allerdings nicht ganz freiwillig. Sie reiste noch ohne das kleine, aber entscheidende Schloss namens HTTPS durch die Weiten des Netzes. Wer sie besuchte, tat das gewissermaßen mit leicht hochgezogener Augenbraue: „Sicher ist anders“, flüsterte der Browser. Und er hatte recht.

Gleichzeitig verhielt sich unsere Seite auf mobilen Geräten ein wenig wie ein störrischer Kater: elegant gemeint, aber nicht bereit, sich an die Gegebenheiten kleiner Bildschirme anzupassen. Uns fehlte diese unscheinbare, aber mächtige Zeile:
<meta name=“viewport“ content=“width=device–width, initial–scale=1.0“>
Ohne sie dachte unsere Seite, jedes Display sei ein großer Desktop-Monitor – mit dem Ergebnis, dass Inhalte schrumpften, verrutschten oder sich schlicht versteckten. Für viele, die ausschließlich mobil unterwegs sind, blieb unser „geheimer Raum im Netz“ tatsächlich… nun ja: ziemlich geheim.
Also haben wir nachjustiert.

Ein digitales Schloss angebracht – HTTPS, leise klickend, ohne großes Aufheben. Und unserer Seite beigebracht, zuzuhören: sich Bildschirmen anzupassen, mitzudenken, mitzufließen. Keine Revolution, eher ein feines Nachschärfen. Ein zusätzlicher Pinselstrich.

Heute ist sie immer noch das, was sie von Anfang an sein wollte: einfach, ruhig, ehrlich. Nur eben ein kleines bisschen zugänglicher, ein kleines bisschen aufmerksamer gegenüber der Welt da draußen.
Denn selbst die schönste Insel bringt wenig, wenn niemand den Steg dorthin findet.

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